|
:: tagebuch Thailand |  |
11. November - 21. November
20. November
Mal wieder in Bangkok hat uns das Chaos wieder. Immernoch sind wir voellig fasziniert, WIE diese Stadt funktioniert. wir haben schon Wetten abgeschlossen, wie lange ungefaehr die fahrt zum Flughafen dauern wird (zwischen 1,5 und 3 Stunden...). Und trotzdem werden wir noch eine Taxifahrt wagen mitten in das Gewuehl zu einem besonders sehenswerten Tempel. davon dann aber wahrscheinlich fernmuendlich mehr. DENN:
Unser Krempel ist gepackt, der Abflug naht, freuet Euch und frohlocket, bald koennt Ihr uns wieder "live" bestaunen!! Vielen Dank fuer die reichlichen elektronischen Zuschriften, die nicht unerheblich zu unserer Unterhaltung beigetragen haben!!!
Carola & Carsten
16. November
War der erste Tag noch von Dauerregen und ueberfluteten Strassen gepraegt, hat es sich bis heute aufgeklart und wir koennen die Hitze in ihrer ganzen Pracht geniessen. Gestern stand ein kleiner Abstecher auf die "Hauptstadt" (was die touristische Erschliessung anbelangt) von Ko Samui auf dem Programm - ein Souveniershop neben dem anderen, aufgelockert durch ein paar Pubs und (voellig ueberteuerte) Restaurants. Schoen ist das falsche Wort fuer diesen Ort, aber unsere Souveniersuche wurde zumindest befriedigt. Abends ein schoenes Essen mit unseren Nachbarn und schon wieder ein Tag vorbei... ...dabei geht es morgen abend schon wieder retour nach Bangkok... also keine Zeit fuer mehr Worte, bis die Tage.
14. November
Gestern haben wir die Klongs von Bangkok erkundet. Klongs sind die Kanaele, die Bangkok und die Vorstaedte durchziehen. natuerlich werden haufenweise Touristenfahrten angeboten; wir wollten aber lieber mit einem normalen Langboot fahren. Das war allerdings schwieriger als wir dachten, da man als offensichtlicher Tourist keine wirkliche Auskunft bekommt und erstmal den 60-fachen (!) Preis bezahlen soll. Klar ist hier handeln angesagt, aber sowas ist echt nervig. Tatsaechlich sind wir dann in so ein "Public Boat" gekommen (immernoch zu teuer) und los ging es ueber die Klongs. die Leute wohnen direkt am Fluss auf Pfahlbauten, waschen in der Dreckbruehe ihre Waesche und ihr Essen. Trotz der immensen Verschmutzung des Flusses leben noch Fische darin. Zwischen den
Huetten, die teilweise sehr aermlich sind, liegen prachtvolle Tempel. Das Leben hier spielt sich direkt an den Ufern ab, auch die Geschaefte sind per Boot zu erreichen und haben quasi ihre Ladentheke am Ufer. Auch wird zwischen den Huetten eine Wasserpflanze angebaut und geerntet, leider haben wir noch nicht in Erfahrung bringen koennen, um welche Pflanze es sich handelt.
Nach zwei sehr stressigen, aber schoenen und eindrucksvollen Tagen in Bangkok haben wir uns mit dem Nachtzug nach Ko Samui aufgemacht. Im sehr bequemen Schlafwagen war die 12-stuendige Fahrt uerberhaupt kein Problem. Verhungert sind wir auch nicht, denn etwa alle 30 Sekunden ist jemand mit Nahrungsmitteln und Getraenken vorbeigekommen. Hier auf der Insel im Golf von Thailand herrscht noch Regenzeit. Das heisst es regnet kontinuierlich den ganzen Tag, dabei sind die Temperaturen aber durchaus angenehm. Wir haben uns einen umwerfenden Bungalow im Norden der Insel gemietet, der alle bisherigen Unterkuenfte in den Schatten stellt. Wir werden hier es uns einige Tage gutgehen lassen, das koestliche Thaifood geniessen und dann mit gestaerktem Nervenkostuem wieder nach Bangkok fahren...
12. November
Da sind wir nun also in Bangkok (gut) angekommen und haben uns in der Nacht (fuer uns war 4 Uhr morgends) tatsaechlich und zufaellig fuer ein "vernueftiges" Hotel entschieden. Nach kuzrem komaartigem Schlaf haben wir uns dann zu Fuss ins Zentrum aufgemacht und sind von Eindruecken wahrlich erschlagen worden.
Waren unsere bisherigen Reiseziele alle sehr westlich orientiert, so bietet Bangkok (trotz starker ebenso westlicher Tendenzen) viel Neues und Fremdes.
Zuerst fielen die Unmengen an Blech auf, die sich mehr oder weniger auf der Strasse fortbewegen. Lautstark und stinkend machen die dreiraedrigen Tuk-Tuks auf sich aufmerksam, draengeln sich Taxis und andere PKW zu dritt auf 2-spurigen Strassen, nur um noch von unzaehligen Mopeds allseits ueberholt zu werden. Letztere sind das einzig flotte Fortbewegungsmittel im Dauerstau und entsprechend wir alles damit transprotiert, z.B. zentnerweise Papier, Grosseinkaeufe und auf gerne mal mehrere Gasflaschen. Oder eben die ganze Familie (machte 4 Personen).
Richtig schoen und wirklich umwerfend waren die Tempelanlagen, die wir uns im Anschluss angeschaut haben. Verschwenderisch verziert mit bunten Glas- und Spiegelmosaiken und grossflaechig mit Blattgold geschmueckt zeigeten sie sich. Aber auch (oder eben) die kleinen Altaere am Strassenrand mit ihren Opfergaben (meist Essen und Softdrinks) zeigen uns, dass wir nun wirklich die Fremden sind.
Zur Erholung haben wir uns dann eine halbstuendige Thai-Massage gegoennt, die fuer die eine sehr entspannend, fuer den anderen recht schmerzhaft war.
Die anschliessende Tuk-Tuk-Fahrt war dann eher der Adrenalinkick am Nachmittag. Vielleicht zum Glueck haben wir viel im Stau gestanden, so dass die halsbrecherischen "Fahr"-Kuenst sich noch in Grenzen hielten. Mit einer mittelgradigen Kohlenmonoxidvergiftung mussten wir aber dennoch klarkommen.
Im Gedraege zweier Maerkte haben wir dann die Schnaeppchenjagd eingeleutet, die wir aber in einer Woche noch komplettieren werden. Unzaehlige Garkuechen saemen in der Naehe die Strassem so dass ein vorbeikommen fast unmoeglich ist und auch auf dem Gehweg Stau herrscht. Unsere erste Begegnung mit Thai-Essen ist uebrigends ohne Verluste verlaufen.
Also - morgen geht es ueber Nacht im Zug gen Sueden, Naechstes Ziel wir wohl Ko Samui sein. Vielleicht vor dort noch mal ein Gruss, sonst bis in ein paar Tagen...
|
|