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27. August - 13. Oktober
![]() Der Marktplatz in Christchurch mit der Kathedrale, dem Wahrzeichen der Stadt ![]() Mount Cook mit dem Gletschersee des Hookergletschers ![]() Carsten am gleichen Geltschersee ![]() Uerblick ueber den Marlbourough Sound im Nordosten der Suedinsel 10. Oktober Moin, moin die letzte Woche war weniger von Wahnsinnsattraktionen, sonder eher von ausruhen und wenig-tun gepraegt. Wir waren in Northland, da - jawohl richtig - Nordspitze Neuseelands. Dort gabs eben die Kauribaeume zu sehen, die wahrlich beeindruckend waren. Ausserdem die Bay of Islands, die wir bei schoenstem Fruehlingswetter sehen konnten. Weiterhin gibts hier eine Kolonie von Basstoelpeln. Aber da war gerade Paarungszeit, da wollten wir nicht zu lange indiskret sein... Und es gab den einen oder anderen Tag wo eben gar nicht, nada, niente, nothing auf dem "Programm" stand. Hervorragend! Am Montag geht es dann weiter nach Australien/Sydney. Dort beginnt heute die Rugby-Weltmeisterschaft, man hoert in letzter Zeit nichts anderes mehr. Vielleicht (aber auch nur vielleicht) koennen wir ja noch eine Karte ergattern, mal schauen. Viele Gruesse, wieder aus Auckland! 05. Oktober Tja, das Wetter hat es in sich. Irgendwie macht es uns dauernd einen Strich durch die Rechnung. Nahcdem wir tagelang auf der Suedinsel nicht besonders viel machen konnten, hatte, insbesondere Carsten, sich vorgenommen, die Waitomo Caves zu erklettern. Das ist ein recht grosses Hoehlensystem, mit abertausenden von gluehwuermchen, die man dort bestaunen kann. Es gibt verschiedene Formen die Hoehlen zu erkunden, z. Bsp. kletternd oder durch unterirdische Fluesse watend, mit dem boot oder alles zusammen. Ein Highlight also. Wenn die Hoehlen nicht ueberflutet gewesen waeren. Also nur die Touri-Tour (aber nur halb), das Boetchenfahren viel schliesslich ins Wasser. Aber wir scheinen doch noch ein bisschen Glueck zu haben, denn auf der Suedinsel hat sich die Lage verschlechtert. In Dunedin herrscht Schneekettenpflicht und Teile von Otago (Suedosten) sind gaenzlich ueberflutet. Dazu kommen dann noch diverse Nachbeben in der Region. Also Kopf hoch. Wir sind dann weiter in Richtung Northland gefahren, dem, wie ueberraschend, noerdlichsten Teil der Nordinsel. Hier gibt es wunderschoene Kuestenregionen. Die konnten wir nur zum Teil sehen, da gestern unser Van den Geist aufgeben hat und wir auf Nachschub warten musste. Aber alles sehr unkompliziert und schnell. Huete dann aber wirklich durch NOrthland, an die Kaurikueste. Kauris sind quasi die Urbaeume NZ, leider vom Aussterben bedroht. Sie koennen fast so gross werden wie die Redwoods in Nordamerika. Im Museum konnten wir einen Menge darueber lernen und morgen werde wir sie uns "live" anschauen. Unsere letzte Woche in NZ ist angebrochen, schon naechsten Montag geht der Flieger nach Sydney. Bis dahin werden wir uns den Nordteil noch genauer anschauen und hoffen, dass die Karre haelt. Neue Bilder: ![]() Eingang zum Milford Sound, klassisch im Regen ![]() Nochmal Milford Sound, mit den steilsten Klippen der Welt ![]() einer von hunderten von Wasserfaellen ![]() Die "Mirror Lakes", die ihrem Namen alle Ehre gemacht haben ![]() Blick auf die suedlichen Auslaeufer der Alpen ![]() Kein Kommentar ![]() Auf einer Wanderung bei Wanaka 02. Oktober Nach einer sehr ruhigen Ueberfahrt am fruehen Morgen sind wir nochmal einen Vormittag durch Wellington geschlendert, um dann die Westkueste hochzufahren. Diese ist relativ undspektakulaer fuer uns, da sie hauptsaechlich fuer ihre Surfmoeglichkeiten beruehmt ist. Aso haben wir einen kleinen Abstecher in einen der Nationalparks gemacht. Unsere Erwartungen wurde aber leider auf Grund der Witterung enttaeuscht. Die drei Vulkane, die die Hauptattraktion sind, kann man im Winter leider nur mit Bergfuehrer erklimmen. Und Steigeisen. Also sind wir wieder an die Kueste gefahren und machten uns auf zum naechsten Vulkan, Mount Egmont. Ein riesieger Kelgelvulkan (ueber 2500m), der nahe an der Kueste liegt und weit und breit nur von platten Land umgeben ist. Also sind wir jetzt hier in New Plymouth und planen evtl. Wanderungen. deies ist natuerlich, wie gesagt, witterungsabhaengig. Und hier regnet es 7000mm/Jahr, aehnlich wie am Milford Sound. Schaun wir mal. Wir werden dann im naechsten Update davon berichten. Liebe Gruesse C&C 29. September Nachdem wir Christchurch ein wenig "Grossstadtluft" geschnuppert haben und ich endlich mal kurz zum Klettern gekommen bin ging es weiter nach Kaikoura, dem Eldorado des Whale-Watching. Zumindest zwischen Oktober und August. Da haben wir aber mal ein super Timing hingelegt, gell?! Alternativ haette man sich mit Delphinschauen oder Seehundschwimmen vergnuegen koennen, was wir aber dankend abgelehnt haben. Tauchen gabs auch nur im Kaefig und dass brauch ich nun wirklich nicht. Entsprechend der Nicht-Saision war der kleine Ort auch eher ausgestorben und auch wir haben am naechsten Tag bye-bye gesagt und sind Richtung Marlbourough-Region gefahren. Diese Region zeichnet sich durch den Weinanbau aus; es ist die groesste in Neuseeland. Hauptsaechlich wird hier suavignon blanc und Chardonnay angebaut, aber auch ein bisschen Riesling und Pinot noir. wir wissen jetzt sehr gut darueber bescheid, da wir eine kleine Weinprobe gemacht haben. Wir sind einige kleinere Weingueter abgefahren und konnten dort die Hausweine verkoestigen. Sehr lecker. Und nach 22 Weinen und 5 Sektproben waren wir recht ausgelassener Stimmung. Und sehr froh, dass wir einen Busfahrer hatten. Also, wer von Euch einen Neuseelandwein im Keller hat, kann ja mal schauen, ob er aus der Marlbourough Region kommt. (Das Weingut Montana ist der groesste Weinexporteur NZ). Jetzt geht es weiter Richtung Picton, wo die Faehre nach Wellington auf uns wartet. Demnaechst also gibt es Neuigkeiten von der Nordinsel bis bald!! 26. September Endlich sind wir in Christchurch. Aber nicht, dass ihr denkt wir waeren einfach nur an der Kueste nach Norden gefahren - viel zu einfach! Nein, es ging ueber den Milford Sound an der Westkueste. Schlappe 400km Umweg. aber die waren es wert. Der Milford Sound ist der groesste Sound in NZ und die Touristenattraktion schlechthin. Ein Sound ist so etwa aehnliches wie ein Fjord. Eigentlich sieht er genauso aus, aber esgibt einen geologischen Unterschied, den ich aber nicht genau verstanden habe. Fuer sachdienliche Hinweise sind wir sehr dankbar. Riesige Felsen ragen aus dem klaren Wasser bis zu 1700m hoch hinaus. Sie sind mit dichtem Regenwald bewachsen und hunderte Wasserfaelle plaetschern herunter. Wirkich sehr imposant, trotz des obligatorischen Regens. Immerhin 7,5m Niederschlag hat der Milford Sound pro Jahr. Auf unserer Schiffsrundfahrt (auch obligatorisch) konnten wir mal wieder Seehunde beobachten und sogar vereinzelt Pinguine. Die Fahrt zum Milford Sound war auch ein kleines Abenteuer, denn die Strecke war bis einen Tag vorher wegen Lawinenabgang und -gefahr gesperrt. Als die Strasse dann frei war, hiess es fuer uns Schneeketten ausleihen und auf freie Strecke hoffen. Dem war auch so, aber die Reste der Lawinenund die Erdbeben- schaeden (vor 4 Wochen, 7,2 auf der Richterskala) waren noch sehr gut zu erkennen. Und inmitten des Schnees hockten aufeinmal eine Horde Kea-Papageien. Sie waren alles andere als scheu und knabberten sogar unser Buesschen an! Das Highlight der Strecke war der Hooker-Tunnel. Jeder ADAC-Inspektor wuerde sich die Haare raufen anlaesslich der Gegebenheiten: Schmaler Einroehrentunnel ueber ca. 1,5 km ohne jegliche Beleuchtung oder Belueftung. Es gibt zwei Ausweichbuchten und die ganze Strecke geht auch noch bergab. Wir hatten gluecklicherweise keinen Gegenverkehr. Nur 2 Tage spaeter das naechste Highlight: Der Mount Cook, der hoechste Berg Australasiens (nicht meine Erfindung, das Wort) mit seinen 3764m. Und das in einer Landschaft, die wahrlich umwerfend ist. Majestaetisch liegt er inmitten eines Tales, eingerahmt von zwei Gletschern. Zudem hatten wir noch Glueck ihn ohne die obligatorischen Regenwolken zu sehen, denn seit unserer Ankunft dort war das Wetter hervorragend. Eine kleine Wanderung brachte uns zum Hookersee, an dessen Ende der gleichnamige Gletscher kalbt. Und das hat er vor kurzem ausgiebig getan. So war der See mit Unmengen von Eis gefuellt - in der Sonne glaenzend und vom Wind geformt. Da geht einem richtig das Herz auf, wat schoeoeoen. Nebenbei wurden von meiner Mitreisenden 2 Haengebruecken "wie nichts" gemeistert. Dann hiess es aber endgueltig wech von den Alpen und Richtung Christchurch, einer richtigen Metropole mit immerhin ca 300.000 Einwohnern. Hier ist es jetzt richtig Fruehling und mit 15 Grad angenehm warm. Und ich habe eine Kletterhalle ausfindig gemacht...also mal schauen wie lange wir bleiben... 22. September Juten Tach aus Dunedin! (sprich: D'niidn) Nach dem ersten Skiort folgte dann der Zweite: Queenstown - das Aktivurlaub- Eldorado. Neben den zwei Skiorten Neuseelands in der Naehe bietet der Ort alle erdenklichen Adrenalin-Kicks =;-) vom ordinaeren Bungeesprung von einer 120m hohen Bruecke (langweilig) bis zum Bungeesprung von 200m hohen Paragleit-Schirm ueberm Bergsee (schon etwas besser). Oder man schiesst in PS-strotzenden Rennboot ueber jeden See und rast einen Fluss durch enge Schluchten hinauf (manche stricken dabei noch). Wir haben uns im Extrem-Ausruhen und Action-Jazzkneipe-Sitzing erprobt und sind sicher die Messlatte fuer Adrenalin-Junkies wieder einmal hoeher gelegt zu haben. Ich selbst lege - nebenbei - eine Pechstraehne bezueglich Kletterhallen hin, die sich gewaschen hat: Seit Wochen besuche ich die Kletterhallen Neuseelands, um noch einmal ein paar Plastikgriffe in die Hand zu bekommen, und was ist - einmal wird gerade zu gemacht - wegen fehlender Nachfrage, ein anderes Mal ist die Halle schon lange geschlossen. Und so weiter, es ist zu Haare raufen. In Franz-Josef wuste keiner so recht wo der Schluessel zur Halle ist. HaHa. In Queenstown war dann gerade ein andere Veranstaltung in der Halle. Super... aber die naechte Chance kommt in Christchurch... Als Naechstes wollten wir zum Milford-Sound. Aber in Te Anau, der obligatorischen Einflugschneise zum Sound, war dann Schluss. Die Zufahrtsstrasse ist wegen Lawinen- Gefahr und Erbebenschaeden geschlossen. In 3 Tagen wuerde entschieden, ob und wann die Strasse wiedereroeffnet werden kann. Um nicht so lange - evtl vergebends - warten zu muessen wollen wir weiter in den aessersten Sueden, den Catlins und dann Dunedin. Heute haben wir erfahren, dass die Strasse im laufe des Tages frei gegeben wird, mit Schneeketten. Wahrscheinlich werden wir uns eher in einen Bus begeben und eine organisiete Tour dorthin machen. Ist billiger als die ganzen Benzin- Kosten (850km Hin-+Zurueck). Mal sehen. Die Catlins waren dafuer super schoen. Hier steht nun wirklich die Natur im Vordergrund und nunmehr nicht nur in Form von Schafweiden und Moewen. Seehundkolonien und auch - theroretsich - Seeloewen sind hier zu Hause. Und Regen. Das asphaltieren der Strassen hat mit hier nicht ganz so ernst genommen, so dass der State-Highway hier eine 1 1/2-spurige Schotterstrasse ist. So sind wir entspechend langsam die Kueste entlang geschippert. Mit dabei war der suedlichte Punkt des neuseelaendischen Festlands - der Inbegriff des ADW... Gestern gings dann nach Dunedin, der ersten Stadt seit Wellington, die nicht nur Traktoren sondern auch normale Autos vekauft. Im Ernst, die Suedinsel ist halt schafwirtschaftlich gepraegt und das merkt man stets. (Wir sind auch mal in so eine Schafherde auf der Strasse hineingeraten. Nun wissen wir wie der Ausdruck belaemmert gucken gemeint ist...) Der vorlaeufige der Hoehepunkt fuer den Naturfeund in uns allen war dann auch gestern: Eine Tour zur Otago-Halbinsel. Zu Begin stehen eingentlich die Koenigs-Albatrosse, die man aber z.Zt. wegen Extrem-Brueten nicht aus der Naehe sehen kann. Aber in der Luft - wahnsinnig gross mit ihren 3m Spannweite gleiten sie elegent im Wind. Um die Ecke wohnten die Kormorane, gerade ebenfalls bruetend. Sogar mit Kueken! Wat suess... Dann ein kleiner Stop bei den Blauen Pinguinen, der kleinsten Pinguin-Art der Welt. Spaeter dann eine Kolonie Seehunde, deren Nachwuchs man beim Schwimmtraining beobachten konnte. In der Naehe war dann das Gebiet der Gelb-Augen-Pinguine, ein Kuestenstreifen, der durch Wiederaufforstung einen neuen Lebensraum fuer die (noch?) seltensten Pinguine bieten soll. Es war abend, und so konnten beobachteten wir sie, wie sie aus dem Wasser an Land kamen und den Huegel hinauf watschelten. Manche mit einem Willkommensstrauss Grass im Schnabel. Und, wieder nur um die Ecke, lagen dann einge Seeloewn anfangs faul am Strand. Schon riesige Kloetze... Vor allem als sie auf unserem Rueckweg wach waren und unserer Gruppe erst mal zeigen wollten, wer hier Chef ist. Wollte mich persoenlich nicht weiter mit denen anlegen. Ua wegen des umwerfenden Mundgeruchs, ihrer schaerfsten Waffe. Ach ja: Mittendrin immer sie bloeden Schafe. Unglaublich.... Machts gut - bis zum naechsten Mal. 16. September Nachdem wir den Franz-Josef verlassen hatten, gings es zum nur 20km entfernten Fox-Gletscher. Der ist natuerlich irgendwie aehnlich, aber ich fand ihn noch schoener. Vielleicht auch nur weil besseres Wetter war. Tags darauf ging es via Haast und den Haast-Pass mitten in das Ski-Gebiet der Suedalpen. Ich komme mir vor wie Anfang des Jahres in der Schweiz: alle laufen in Skiklamotten herum und des ganze Ort hat das Flair (und die hohen Preise) eines typischen Skiortes. Die Landschaft ist grandios - auf Wanderungen hatten wir einen wahnsinnig schoenen Ausblick ueber den See und die schneebedeckten Berge. Morgen wird es eine Fortsetzung der Erkundungen geben - jawoll. ![]() Pancake Rocks ![]() Nutztier des Jahres - Das Schaf ![]() Wanaka ![]() Wanaka - mitten in den Alpen 14. September Nunmehr an der Westkueste der Suedinsel angekommen, gibt es tatsaechlich Neuigkeiten: WIR SIND REICH! Das Glueck war auf unserer Seite - wir haben Gold und Jade gefunden! Ade Deutschland, wir bleiben hier! ...naja, vielleicht kommen wir doch noch mal kurz zurueck. Halt um ein paar Dinge zu regeln, etc. Aber tatsaechlich sind wir stolze besitzer von etwa 0,1g Gold und einigen Jadesteinen, eher Steinchen. Aber das ist bestimmt erst der Anfang! Ein Highlight fuer Carola war dann die waghalsige Ueberquerung der laengsten Haengebrueck Neuseelands am Buller River - inkl. Blick durch den Boden nach unten, in tosende Fluten. Hat sich aber ganz tapfer geschlagen als der Hubschrauber sie in der Mitte abholen musste...kleiner Scherz... Dann waren da noch die Pfannekuchen-Felsen (Pancake Rocks). Das sind lustig erodierte Kalksteinfelsen, die - mit entsprechender Fantasie - aussehen wie uebereinander gestapelte Pfannekuchen... ohne Ahornsirup. Wir haben auch tapfer auf die naechste Flut gewartet um die Blowholes in Aktion zu sehen. Das sind Wasserfontaenen, die zwischen den Felsen hochexplodieren. Aber halt nicht, als wir da waren. Wahrscheinlich waren sie zu aufgeregt... Z.Zt. weilen wir in Franz Josef am gleichnamigen Gletscher, den wir aufgrund des diesigen und regnerischen Wetters leiden nicht in seiner ganzen Pracht sehen koennen. Obwohl wir uns ihm per Pedes zu naehern versucht haben. \es sieht tatsaechlich so aus, als ob er im Regenwald enden wuerde. Er und der 20 km weit entfernte Fox-Gletscher sind die weltweit naechsten Gletscher am Meer. Der Fox wird auch unser naechstes Ziel sein, mit der Hoffnung auf etwas mehr Sicht. Viele Gruesse C&C ![]() Wellington ![]() Unser Camper ![]() Roturoa ![]() typischer Regenwald ![]() Kuestenabschnitt ![]() Napier, die Art Deko Stadt 11. September Die Faehre Meine (Carstens) schlimmsten Befuerchtungen zum Thema Ueberfahrt haben sich (fast) bewahrheitet. Ja, wir hatten recht viel Wind, Ja, dann sind hohe Wellen und - Ja -mir gings dreckig. Das volle Programm mit Verlust jeglicher Gesichtsfarbe bis zum kurzen Blackout. Nur der "Hoehepunkt" der Seekrankheit ist mir so gerade erspart geblieben. Nicht so vielen Leuten um uns herum. Die Besatzung war stetig damit beschaeftigt - immer nett laechelnd - neue Tueten und Wasser zu verteilen. War Super! Wirklich super dann aber der Ausblick in der - viel ruhigeren - Marlborough-Sound. Nachdem ich wieder Herr beiner Beine war konnte ich die Aussicht tatsaechlich noch etwas geniessen! Waehrend Carsten also mit Uebelkeit gekaempft hat, konnte ich tatsaechlich Albatrosse beobachten. Riesige Voegel, die man wirklich ncihtmit Moewen verwechseln kann. Nach der turbulenten Ueberfahrt sind wir dann weiter Richtung Nelson gefahren,und anschloiessend weiter Richtung abel Tasman national Park. Dort haben wir dei letzten Tage verbracht, bei mehr oder weniger gelungener Witterung. Gestern war dann das Highlight: Eine Tour mit dem Wassertaxi in den Park, vorbei am Split Apple Rock (einem Fels, der genauso aussieht, wie er heisst) mit Kormoranen und weiter zur Seeloewenkolonie. angeblich sollen dort 300 Tiere leben, aber nur ein Bruchteil haben wir zu Gesicht bekommen. Aber genial, die Tiere beim Spielen zu beobachten. Weiter ging es dann fuer uns nach Tonga Beach, von der aus wir nach Anchorage gelaufen sind. In nur knapp 3,5 Stunden. Der Nationalpark zeichnet sich durch Urwald aus, der vor allem aus Farnbaeumen besteht und sehr dicht ist. Aber die Wege sind bestens praepariert; Fluesse ueberquert man uebrigens ueber eine Haengebruecke. Auch wenn man Hoehenangst hat. Es hat geklappt. Mit leichtem Unwohlsein, aber immerhin. Es hat sehr viel Spass gemacht, denn die Vegetation ist doch eine andere; auch wenn wahrscheinlich das Klima nicht mehr so verschieden zu Europa ist. Zurueck am Campervan erwartete uns dann eine stinkende Ueberraschung: Bestialischer Geruch aus dem Innenraum. Zuerst dachten wir, die gesammelten Muscheln waeren der Uebeltaeter, dann verdaechtigten wir meinen (Carolas) Rucksack. Aber nein, die Batterie fuer Kuehlschrank etc. war ausgelaufen. Also mussten wir in die WErkstatt, wo sie auch prompt ersetzt wurde. Sehr unproblematisch. Aber das ganze scheint haeufiger bei den Vans vorzukommen, unsere Nachbarn hatten schon dreimal die Batterie ausgetauscht waerend des Urlaubs. Jetzt werden wir uns aufmachen, Gold zu finden. Mal sehen, ob's klappt. Bis dahin viele Gruesse an die Daheimgebliebenen 6. September Kia Ora! - diesmal aus Wellington, der "Windy City", die uns gestern auch entsprechend mit Regen und Sturm begruesst hat. Haben deshalb kurzerhand einen Museums- und Cafetag eingelegt. Das National-Museum (Te Papa) ist wirklich erwaehnenswert. Nagelneu gebaut repraesentiert es ein neue Generation von Museen - gar nicht verstaubt und droege, anfassen explizit erlaubt und ein Entdeckerparadies fuer Kinder. Klar, dass wir uns dort wohlgefuehlt haben, und nach Stunden in Erdbebensimulatoren und hinter der Lupe war der Regen fast vergessen. Danach noch einen Kaffee im Cafe, welches nebenbei noch das Foyer der Oper ist und das wars auch schon fast fuer den Tag. Morgen geht es dann mit der Faehre auf die Suedinsel, nach Picton. Wenn das Wetter sich etwas haelt wird es eine richtig schoene Ueberfahrt durch den Marborough-Sound, wenns wieder stuermt koennen die 2 1/2 Stunden bestimmt recht unangenehm werden... (Werde bei dem Gedanken schon ganz gruen *g*) 4. September Nachdem wir Rotorua verlassen haben, haben wir einsam auf einem Campingplatz neben einer weiteren heissen quelle uebernachtet. Es gab einen Pool mit Quellwasser, der uns durchgefrorene mal richtig gutgetan hat. Schliesslich ist es meistens regnerisch und relativ kalt. Weiter ging es dann richtung Taupo am Lake Taupo. Das ist das beruehmteste Forellengebiet Neuseelands und landschaftlich sehr schoen. Ein grosser klarer See in gruenen Huegeln. Carsten war hier dann auch tatsaechlich beim Haircutter und jetzt koennen wir endlich wieder auf normalen Campingplaetzen uebernachten... Ansonsten haben wir ein wenig ausgespannt und keine wilden Unternehmungen gemacht. Bis auf einen kleinen Spaziergang von den Huka Falls aus. Dies iest ein recht imposanter Wasserfall (Das Wasser bietet alle Schattierungen von Gruen ueber Tuerkis bis Blau), nicht wirklch hoch, aber ziemlich kraeftig. Das Wasser kommt naemlich aus einer engen Schlucht und lauft in das briete Flussbett. Auf dem Fluss koennen Wagemutige eine Tour mit Schnellbooten machen. Allerdings sah es von oben so aus, als ob einem dabei kraeftig schlecht wuerde. Also lass ma dat. Napier ist eigentlich nur ein kleines Nest, waeren es nicht nach einem Erdbeben in den 30ern im Art-Deko-Stil wiedererbaut worden. Also waren wir auf einmal sehr architektonisch interessiert und haben die diversen Fassaden und andere Kustwerke studiert. Etwas wie in Miami-Vice ;-) Die Nacht haben wir am Waipitiki-Beach verbracht; weit am vom Schuss ging es zunaechst noch ueber asphaltierte Strassen, spaeter ueber Schotterpisten und Kuhwiesen. Der - sehr schoene - Strand bildet das Ende eines gruenen Tals, welches landwirtschaftlich (d.h. in NZ: viele Schafe) genutzt wird. Wir wieder mal die einzigen Besucher. Am heutigen morgen kam ich mir etwas vor wie bei Ferien auf dem Bauernhof, spaetestens als einige Huehner unseren Bus erstuermten. Wir konnten ihn in einem langwirigen Gefaecht jedoch zurueckerobern... In den naechsten Tagen werden wir uns auf den Weg nach Wellington machen, umd die Hauptstadt ausgiebig zu besichtigen. Anschliessend geht es dann mit der Faehre auf die Suedinsel, wo es wahrscheinlich noch ein bisschen kaelter sein wird... Aber wir haben einen Heizluefter im Van! 1. September Das Abenteuer Campervan hat begonnen. Nicht das der Van (Groesse eines VW-Bus) selber das Abenteuer sei, eher der Linkverkehr macht einen anfangs etwas dusselig im Kopf. Ist halt alles anderherum...ALLES? Nein, nicht alles. Das gute alte Rechts-vor-links hat auch hier ueberlebt, mit der Konsequenz, dass der wenig-Autofahrer (Wir) machmal ganz nett ins Gruebeln kommt. Nun ja, die ersten 2 Tage sind unfallfrei ueberstanden und jetzt macht der Bus nur noch Spass (Ich ueberlege schon eifrig, wie ich das verdammte Ding spaeter ins Handgepaeck kriegen soll...). Thema Nr 1 - das Wetter: Vormittags immer schoen sonnig und in jener Sonne auch nett warm, halt Fruehling seit gestern. Nachts frostig, so dass mein Duschgel im Bus schon mal anfriert. (Nein - eine Standheizung hat das Teil nicht...). Und wir haben regelmaessig von dem, was Neuseeland eine so schoen gruene Insel macht - Regen. Zum Aufwaermen ging es gestern zu den HOT SPRINGS - warmen Quellen, die sich am Stand (bei Ebbe) den Weg nach oben suchen. Prinzipiell kann man sich dann am Stand einen heissen Pool aufbuddeln und sich im bis zu 63 Grad warmen Wasser aalen. Gebuddelt haben wir auch wie die Bloeden, nur die Ebbe, also die hat sich nicht zu wasserarm gezeigt, wie gewuenscht. Immer wieder wurde unser Pool durch kalte Fluten zerstoert. Also nix mit warem Bad. Nur heute Muselkater und Blasen... war echt klasse. Heute sind wir in Roturoa angekommen, der Toutistenattraktion auf der Nordinsel. Denn hier wimmelt es nur so von heissen Quellen und Schlammpools. Und es stinkt penetrant nach Schwefel. Obwohl man sich recht schnell daran gewoehnt. Am Rande der Stadt befindet sich ein Maori- ( ureinwohner Neuseelands) dorf, dass von Schwefeldampf eingescholossen ist. an jeder Ecke steigt Dampf aus der Erde, es blubbert und schmatzt von allen Seiten. Dazu liegen geschickt verteilt einige Seen, die inde unterschiedlichsten Gruentoenen schillern. Die Schlammbaeder sollen uebrigens heilende Wirkungen haben, so dass man den Schlamm in den vielen Souvenirgeschaeften kaeflich erwerben kann. Auch Holzarbeiten und Jadesteine sind an keder Ecke zu haben. Wir haben es beim Gucken und Riechen belassen. Das ist eindrucksvoll genug. Auf die Dauer setzt sich der Schwefelgestank naemlich ziemlich in den Klamotten fest. Ausserdem konnten wir den Ausbrauch des Geysirs "Prince of Wales" beobachten, der stuendlich V-foermig eine Wasserfontaine hervorspuckt. Ist schon eindrucksvoll. Ebenso wie Carstens Frisur, die dringend(!) einer Erneuerung bedarf. Mal sehen, wann es soweit ist, ich kann es kaum noch erwarten...Vielen Gruesse von der Kiwi-Insel neue Bilder aus den USA 30. August Gestern abend haben wir uns ein Rugbyspiel angesehen - Auckland gegen Wellington im EdenPark Stadium. Es war richtig spannend, auch wenn wir nicht so richtig hinter die Regeln gestiegen sind. Jeweils 15 Spieler versuchen den Ball hinter die gegnerische Torlinie zubekommen, dabei darf der Gegner sie mit allen Mitteln hindern. Mit allen. Beine wegreissen, auf den Gegner springen, Trikot reissen bis der nackte Hintern zum Vorschein kommt etc. Wir konnten nicht herausfinden,was nicht erlaubtist, aber zum Ende des Spoiels ist tatsaechlich ein Spieler vom Platz geflogen. Fouls scheint es also auch zu geben. Dabei tragen die Spieler nur Gebissprotektoren und gepolsterte Badehauben, die die Ohren schuetzen sollen. Im Verlauf des Spiels hat aber nur einmal eine kurze (!) Unterbrechung wegen Verletztung stattfinden muessen. Wenn man dagegen unsere zartbesaiteten Fussballprofis sieht... Es war ein richtig interessantes Spiel, zur Nachahmung empfohlen. 28. August Nach 12,5 Stunden Flug sind wir nun also in Neuseeland, ca. 19300km von Frankfurt entfernt (Stand so am Flughafen, muessen wir mal so gleuben). Wir sind 5Uhr frueh angekommen und warten jetzt, gleich 9Uhr, noch darauf unser Hostel beziehen zu koennen und sind - unterm Strich - etwas uebermuedet und zeitlich desorientiert. Dennoch ist der erste Eindruck von Auckland, aus dem Bus, sehr vielversprechend. Heute wird ein wenig die naehere Umgebung erkundet und morgen kriegen wir unseren ersehnten Campervan. Nebenbei bemerkt haben die Kiwis einen ausgepraegten Hygiene-Tick und leichte Paranoia, dass irgendwelche boesen Keime und Krankheiten ins Land kommen koennten. Ich (Carsten) musste jedenfalls am Flughafen (quasi als Begruessungsritual) meine Schuhe und unser Zelt abgeben, um beides wenig spaeter frisch desinfiziert zurueckzubekommen. Einmal Schuhe putzen umsonst - auf Kiwi-Art. 27. August Faellt dieses Jahr wegen ueberfliegen der Datumsgrenze aus. |
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