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6. Online-Tagebuch
6. Oktober 2001, Samstag
Gestern war noch einmal Umzug angesagt, in ein anderes Apartement. Nervig und ausserdem ist es ab vom Schuss. Also nix mehr mit ueber die Stasse und ab ins Meer. Schade eingentlich.
Beim heutigen Tauchen gab's eine schoene grosse Muraene sowie mehrer Seepferdchen zu sehen. Da ich mich entschlossen hatte endlich eine einweg-Unterwasserkamera zu kaufen hoffe cih auf ein paar nette Fotos. Leider war die Sicht so schlecht wie noch nie in den vergangenen Wochen.
Die wird wohl mein letzter "live"-Eintrag aus T'go sein, aber alle Kapital werden bals ueberarbeitet und ausserdem wird es jede Menge Fotos geben. Also schaut einfach noch mal rein. Macht's gut!
5. Oktober 2001, Freitag
Mission erfuellt!
Heute habe ich den Leuten hier mal gezeigt, wie man Zuto faehrt. Nix von wegen links fahren. Und die Leute waren echt begeistert von meiner Innovation. Haben mir gewunken und freundlich gehupt. War echt nett.
Im Ernst, war schon ungewohnt, der Linksverkehr. Und auch die Automatik. Gleich zwei Dinge auf einmal, also nee. Bin aber unfallfrei durchgekommen. Leider hatte ich auf der Fahrt nach Speyside einen Platten, da sich ein hartnaeckiger Dorn in einen Reifen gebohrt hat. Vorher habe ich mir den Argyle-Wasserfall angeschaut - sehr schoen. In Speyside angekommen enschloss ich mich dort doch tauchen zu gehen, was ich eigentlich wegen des doch recht hohen Preises nicht wollte. Die Tauchbasis hat mir aber absolut nicht gefallen. Dem Divemaster sah man direkt an, dass er gar keinen Bock hatte und die Dame beim Einchecken war schleimig ohne Ende. Aber der Tauchgang war gut. Ziel war der Coral Garden, ein wunderschoenes Riff mit der groessten Hirnkorallenformation der Welt. Ausserdem gab es Ammenhaie, Unterwasserstachelschweine (die natuerlich auch einen richtigen Namen haben, aber ???) und einen ebenfalls recht grossen Fisch, der sich mir aber nicht vorgestellt hat.
Danach gings weiter nach Charlotteville, einem kleinen Fischerdorf im Norden der Insel. Dort geht alles nocheinmal eine Spur langsamer zu als auf dem Rest der Insel. Die Leute lungern halt auf der Strasse rum, machen sich wahrscheinlich ein bisschen Lustig ueber die Touristen und trinken Bier. Dort hab ich den platten Reifen an einer der wenigen Tankstellen der Insel (4 glaub ich) aufgepumpt und wieder montiert und zu testen, ob mir nicht doch einer an den Wasserfaellen einfach nur die Luft herausgelassen hat. Dann hab ich mich getarnt und eine Stunde ebenfalls nur rumgelungert. Kann man sich dran gewoehnen.
Auf dem Rueckweg hat der Reifen doch wieder schlapp gemacht und auf dem Parkplatz eines weiteren Wasserfalls hab ich dann ein weiteres Mal wechseln duerfen. In Roxborough gabs dann Prozente an der Tankstelle, dafuer, dass ich die Tochter der Besitzerin nach Hause fahre, was auf dem Weg lag. Soweit so gut, nur dass dann noch fuenf weitere Schuelerinnen angestuermt kamen...hm. Da es nicht weit war, hab ich mir den Spass gemacht und wir sind zu 7 weiter gefahren. War aber froh, als die Goehren weg waren; zu viele Fragen...
Ich bin dann mit Ann in die Stadt gefahren um den Reifen reparieren zu lassen (3 DM, daran sollten sich deutsche Werkstaetten mal ein Beispiel nehmen!) und noch ein wenig rumgegondelt. War ein echt schoener Tag...
4. Oktober 2001, Donnerstag
Mist...
Mit Speyside hat es heute leider nicht geklappt. Big Daggy war gestern abend bei mir und hat die Tour gecanceld, weil sie keinen Kaeptain fuer Speyside gefunden haben. Ich werde wohl morgen einfach so nach Speyside fahren und mit einem anderen Tauchshop tauchen gehen. Ist aber leider einiges teurer als bei den Leuten von R&Sea. Ausserdem wollen die noch Leihgebuehr fuer die Ausruestung. Immerhin besteht die Chance, dass mich jemand am Samstag in Scarborough abholt und ich so nochmal nach Speyside komme. Aber das steht noch in der Schwebe.
Heute gammel ich dafuer und lass es mir gut gehen. Auch gut!
3. Oktober 2001, Mittwoch
Letzter Tag im Krankenhaus
Heute noch schnell die Bescheinigung ueber meine Famulatur fertigmachen (Verflucht, wo ist denn nur der Stempel vom Krankenhaus? Haben wir ueberhaupt einen? Nee, ne? Eigentlich haben wir nur einen Stempel, den wir fuer alles nehmen: "Hospital Medical Director" in Druckbuchstaben. Ob das beim Landespruefungsamt als Siegel durchgeht?). Der Ami hat sich sogar Zeit fuer eine Art Abschlussgespraech mit Manoeverkritik genommen. Obligatorisches Gruppenfoto: Aerzte mit Student und Baum. Allen (?) auch brav Auf Wiedersehen sagen und versprechen, dass man auch wirklich mal wiederkommt. Wieso eigentlich nicht? Noch ein paar Fotos vom Krankenhaus. 15 Uhr: Und Tschuess!
Kein warmes Mittagessen mehr - ausser ich koche selber - seufz!
Aber dafuer die Bestaetigung, dass es morgen nach Speyside geht. Na supi!
2. Oktober 2001, Dienstag
Letzter OP-Tag. Wieder dabei: Leistenbruch, Beschneidung und Co.
Momantan fuellt sich auch die Station wieder und so ist es nicht wirklich langweilig, aber die Motivation sich mit dem Studenten zu beschaeftigen hat auch nachgelassen. Aber vielleicht haben sich die Arbeitablaeufe etc einfach nur so eingespielt, dass jeder halt seinen Job macht. Auch gut.
Habe mich entschlossen fuer Freitag einen Leihwagen zu nehmen und den Norden der Insel zu erkunden. Den Leihwagen bekomme ich vor die Haustuere gesetzt, denn der Autoverleih ist ein weiterer Nebenverdienst meiner Gastgeberin Ann. Schon nicht faul, die Gute: Hautberuflich Lehrerin fuer Mathematik und Chemie, "nebenbei" dann das Gaesthaus, einen kleinen Supermarkt im Haus (den Einzigen im Ort) und einen Autoverleih.
1. Oktober 2001, Montag
Krankenhaus : Visite bis 11 h, Blinddarm-OP und dazwischen den Docs "Kaesekaestchen" beigebracht. Ist doch ein erfolgreicher Tag, oder?
Ich spiel mit dem Gedanken mir fuer ein oder zwei Tage einen Leihwagen zu nehmen um den Norden der Inseln zu erkunden. Da ist naemlich schlecht mit dem Taxi hinkommen und ausserdem muss doch auch mal jemand den Leuten hier beibringen wie und, vor allem, wo man Auto faehrt. Die Jecken fahren naemlich immer auf der flaschen Seite! Unglaublich, dass da nicht mehr Unfaelle passieren...wahrscheinlich liegt das daran, dass hier Alkohol am Steuer NICHT verboten ist. Da faehrt man wohl vorsichtiger, oder wie war das noch...?
Jedenfalls komme ich so auch wesentlich besser zu den Wasserfaellen und in bzw. an den Regenwald heran. Werd mal die hollaender nebenan fragen, ob die Lust haben sich zu beteiligen. Aber ich fahre!!!
30. Sept 2001, Sonntag
Gaehn - mann, so rumgegammelt wie heute hab ich echt lange nicht mehr. Sonntags ist es hier dermassen still, mann hoert keinen rufen, kaum Autos. Fast schon gespenstisch... Morgens war ist wieder bei dem Wrack und hab mit angeschaut, was ich noch nicht kannte. Es war wieder klasse - auch wenn ich mit meiner stetigen Begeisterung vielleicht langweile, aber ich muss sagen; das mit dem Tauchkurs war die Beste Sache, die ich seit langem gemacht habe. Fuer Donnerstag hab ich mich mit ein paar Leuten zusammengetan und wir werden eine Tour nach Speyside machen, wo es vor tollen Tauchgegenden nur so wimmeln soll. Ausserdem versuche ich noch immer, andere dazu zu ueberreden, sich mit mir die Leihgebuehr einer Unterwasserkamera zu teilen. Bislang waren alle zu geizig, aber ich arbeite daran!
Morgen brechen die lezten drei Tage meiner Krankhaus-Famulatur an. Zeit das Umfeld in ein paar Fotos festzuhalten. Schliesslich bin ich auch Tourist und es ist mein Job Fotos zu machen. Man will ja niemenden entaeuchen...
29. Sept 2001, Samstag
Nicht zuletzt aufgrund des leckeren Essen hab ich mich entschlossen heute frueh mal kurz im Krankenhaus vorbei zu schauen, denn auch heute sollten die Ami-Uros noch zwei weitere OPs machen. Aber mit gemuetlich fruestuecken war nix. Auf dem "Tobago-Fest" letzte Nacht hat jemand eine junge Frau niedergestochen und so war der OP erst mal lange besetzt. Als die beiden Gastaerzte dazu kamen, waren sie dermassen scharf darauf ebenfalls mit am Tisch zu stehen...also nee. Und wieder die Bitte doch jetzt ein paar Bilder von Ihnen zu schiessen. Schliesslich haetten sie nicht oft Notfalloperationen...Wuerg.
Bin nach der ganzen Sache, so gegen 11 h mit ein wenig Fruestueck im Bauch dann nach Crown-Point zum Tauchen. Angeholt hat mich "Big Daggy", einer der Tauchfuehrer. Wer will kann sich auf dem Titelbild der Homepage von R&Sea Dive anschauen, warum er BIG Daggy ist (3. von links). Fragen?
Der heutige Tauchspot hiess "Cove Reef" und es war wiedermals fantastisch. Die heutige Gruppe war zwar zehn Mann stark, aber dennoch war es ein Erlebnis. Das Riff wechselte sich mit Ebenen von Seegras ab und so konnte man wunderbar Leberruecken-Schildkroeten beobachten, jede etwa einen Meter gross. Ausserdem gab es wieder Ammenhaie und eine Muraene zu sehen. Letztere leider nicht fuer mich...
28. Sept 2001, Freitag
Ja Hallo erstmal wieder,
muss erst mal meine Gedanken sammeln, nachdem ich ein paar Tage nichts mehr geschrieben habe. Also:
Heute waren die Urologen aus Pittsburg da. Diese fliegen etwa alle 3-4 Monate ein, um Prostata-Tumoren zu operieren. Die beiden Docs bringen ausserdem noch eine eigene OP-Schwester und natuerlich ihre gesamten Instrumente und Materialien mit. Was von letzteren uebrig bleibt reisst sich das Krankenhaus dann unter den Nagel.
Nun, dass beide Aerzte einen recht arroganten Eindruck machten und ausserdem regelmaessig durchblicken liessen, dass sie ja die Spezialisten in einem medizinisch unterentwickelten Land sind ist eine Sache und kann ja auch egal sein, schliesslich sind sie ja nur 2 1/2 Tage hier. Aber dass der Ami (also Dr. Schreiber) darauf so richtig eingestiegen ist und sich alle, wie balzende Pfauen, mit ihren Glanztaten geschmueckt haben war dann doch nervig. Dass mit dem Studenten nicht geredet wurde versteht sich dabei von selber. Hoehepunkt zwischenmenschlicher Kommunikation zwischen Urologe und Untermensch war die Bitte, doch ein paar Fotos von Ihnen am OP-Tisch zu machen. Ich weiss nicht wie es passieren konnte, aber irgendwie hab ich es doch glatt vergessen...
Dafuer ganb es jede Menge zu essen und da vier Anaestesisten um die drei Patienten des ganzen Tages kuemmerten, sassen wir die meiste Zeit zusammen und liessen es uns schmecken. Auch gut. Ueberfressen und muede war ich erst gegen 20 h zu Hause. Punkt.
27. Sept 2001, Donnerstag
Heute war "Outpatient Clinic", wie jeden Donnerstag. Das heisst viele Patienten und heute wenig Aerzte, da der Ami heute schon nach einer Stunde nach Hause ist (heute ist ein hoher juedischer Feiertag und eigentlich haette es gar nicht kommen muessen). Ansonsten nix Neues, ich schreib am Samstag mehr, denn dieser Computer heute ist schrecklich langsam und unzuverlaessig. Hab' heute alles schon zweimal geschreiben, auch meine Mails. Grrr.
26. Sept 2001, Mittwoch
Kurzer Tag:
Wenig im Krankenhaus zu tun, chaotisches Meeting, spaet nach hause weil viel, viel Regen. So koennte man den Tag zusammenfassen. War unterwegs nur ein Stuendchen in Scarborough, aber das war's auch schon. Das Meeting sollte eigentlich die Einzelheiten ueber eine Aktion einer Bank in Sachen Brustkrebsvorsorge behandeln. De Facto ging es aber um Grundlagen, z.B. wieviele Mammographien denn die Bank ueberhaupt bezahlt und wann und wielange dieses Projekt laeuft. Und da fast alle anwesenden Gemeindeschwestern andere Vorstellungen von der Sache hatten, war das Treffen wenig effektiv und umso chaotischer.
25. Sept 2001, Dienstag
Moin, Moin!
Verdammt feucht heute, der Regen! Und reichlich! Es ist unglaublich: Es hat die letzten 3 Tage recht viel geregnet und man kann fast zuschauen, wie saemtliche Pflanzen wachsen. Tag fuer Tag sind Arbeiter damit beschaeftigt, die Strassen vom Gebuesch frei zu halten. Am Strand ist das die Zeit der grossen Krabben - und deren Jaeger. Am Abend sieht man einige Einheimiche mit Ihren Macheten am Strand entlang patroullieren und die Gaenge der Meerestiere aufbuddeln. Ich selbst hab versucht so ein Viech mit der Kamera zu jagen, aber diese sind viel zu scheu und schnell fuer mich. Das gleiche gilt leider auch fuer die Echsen, die den Garten neben meiner Unterkunft bewohnen. Sie sind etwa 30-35 cm lang (ohne Schwanz) und haben recht schoene, fast grelle Farben. Die kleinere Variante sieht man jeden abend an den Waenden umherkrabbeln.
Im Garten nebenan lebt im Uebrigen auch ein Hahn. Noch! Denn wenn der sich so weiter benimmt, gibt's bald Brathaehnchen und keinen Hahn mehr. Ich kann mich ja noch daran gewoehnen, dass morgens zwischen fuenf und halb sechs ein Hahn kraeht (das kann man ja noch unter heile-Natur-erleben zusammenfassen). Wenn er nur kraehen wurde, also "kikeriki" z.B. Dieser Spezi veriiert aber ueber dieses Thema: "Kikeriki-Hue-Hue" z.B. oder "Kikeri-Haaaaahh". Machmal taeucht er nur mit einem "Kik" an, um Sekunden spaeter ein markerschuetterndes "Hiiiiiiiii" zu verkuenden. Zwischen diesen Arien huepft er durch das Gebuesch (laufen kann er nicht, hat nur ein Bein) und strauchelt lautstark den Anhang hinunter. Guten Morgen!
Im Krankenhaus war wieder OP-Tag, prima. Das heisst naemlich u.a., dass es mittags ein kostenloses Essen gibt :-) Ausserdem sind diese Tage eh immer sehr kurzweilig, da ich halt was tun kann. Witzig, weil in Deutschland undenkbar, fand ich, dass die Narkoseaerztin sich kurzerhand eingewaschen und mit assistiert hat, als noch eine Hand gebraucht wurde. Am Freitag kommen Chirurgen aus Pittsburg um einige Prostata-Operationen zu machen.
24. Sept 2001, Montag
Bin total von der Rolle, hab letzte Nacht recht bescheiden geschlafen. Im Krankenhaus ist es ruhig, auf der Chirugie liegen z.Zt. nur 7 Patienten. Entsprechend hab ich ganz gemuetlich gegessen und mich nicht ueberarbeitet. Ausserdem ist der House-Officer wieder da.
Man - noch zwei Wochen und dann geht's schon wieder zurueck. Aber bis dahin will ich auf jeden Fall noch eine Dschungel-Tour machen. Der Urwald Tobagos ist das aelteste Naturschutzgebiet der Welt und es gibt gefuehrte Wanderungen. Und ich moecht noch nach Speyside...mal schauen.
23. Sept 2001, Sonntag
Also, eins nach dem anderen. Erstens:
Happy Birthday !
Das gilt jedoch nur fuer meine Frau Mutter ;-) und meinen Onkel Heinz, die heute einen sehr runden Geburtstag feiern. Aber ueber das Alter spricht man ja ab 50 nicht mehr...gell?
Zweitens:
Heute war ein echt guter Tag. Morgens was ich, wie gestern, am Flying Reef und wir haben den Rest des Riffs abgetaucht. Leider war die Sicht heute wesentlich schlechter als gestern, aber Spass hat's dennoch gemacht. Der Reichtum an aufgewirbeltem Sediment lock immerhin Fischschwaerme an und die wiederum locken Barracudas an. Wir haben leider nur einen gesehen und den auch nur relativ kurz...die Sicht halt. Ansonsten haben sich viele Mantas die Ehre gegeben und die 45 Minuten gingen sehr schnell vorbei. Wer sich einen Eindruck von der Tauchbasis machen will, kann dies auf der Homepage von R&Sea Dive machen. Dort gibt es auch kruze Beschreibungen der Touren und ein paar schoene Fotos.
Nach dem Tauchen hab ich mir einen Sonntag-Lunch gegoennt. Dies ist das traditionelle (so sagt man zumindest) Sonntagessen hier. Es gibt Markaroni-Pie, viel Gemuese-Reis, einen undefinierbaren weiss-roten Salat, Haehnchen in einer Art BBQ-Sauce sowie eine Sauce, die ein wenig an Pesto erinnert. Jedenfalls ein grandioses Essen von dem man mehr als satt wird.
Nachdem ich mich also mit vollem Bauch nach hause geschleppt habe gehts auch fast schon weiter zum Dwight Yorke Stadium, wo heute zwei Viertelfinalspiele der Fussball U-17 WM ausgetragen werden. Da ich keine Karten mehr im Vorverkauf bekommen habe mache ich mich frueh auf den Weg. Das Stadium ist fuer dieses Turnier neu erbaut worden und besticht noch durch einen gewissen Baustellencharme. Gluecklicherweise bekomme ich nach kurzer Zeit an Karten (die Typen, die nebenbei Karten verticken sehen ueberall doch irgendwie gleich aus...), wenn auch doppelt so teuer wie im Vorverkauf. Dennoch find ich 12 DM fuer zwei Spiele O.K. und bezahle bereitwillig. Und es hat sich gelohnt. Es spielten
Basilien vs. Frankreich (1:2)
und
Nigeria vs. Australien (1:5)
Nigeria ist der absolute Liebling der Fans, spaetestens seit sich T&T selber im Turnier nicht behaupten konnten. Nach dem 2:0 aus Sicht Nigerias fingen diese an zu zaubern und das war wirklich sehenswert. Nicht zuletzt wegen eines Spielers, der nach jedem Tor seine eigene Art der Freude zeigte: Eine Kombination aus Flick-Flacks und Salti, und das vom Tor bis zur Eckfahne. Gibt mindestens 9.6 in der B-Note...
Die Stimmung war im uebrigen klasse! Das Stadium war, wie gesagt, ausverkauft (10.000) und Soca-Bands sowie Steeldrum-Bands sorgten fuer die Unterhaltung. Auch die Nationalhymnen wurden von einer Streeldrum-Combo gespielt...
Ausserdem hab ich ein Trikot gewonnen! Ist leider kein T&T Nationaltrikot, aber auch nicht schlecht!
22. Sept 2001, Samstag
Aber Hallo endlich Wochenende, dass heisst Tauchen! Heute ging's zum Flying Reef. Seinen Namen hat es weil man sich dort hervorragend von der Stroemung treiben lassen kann. Also man quasi fliegen kann! Fuer mich war das zwar gewoehnungsbeduerftig, da ich es natuerlich noch nie gemacht habe und anstrengend war es auch, da man ganz schoen paddeln muss, will man sich etwas naeher anschauen.
Aber dafuer gab es echt was zu sehen. Unzaehlige Fische in allen Farben, die man sich ausdenken kann und grosse Korallenformationen, teilweise mehrere Meter hoch und lang. Aber absolutes Highlight waren die Mantas und die Ammenhaie. Wir sahen viele Mantas, die sich am Fuss des Riffs niedergelassen haben, hatten aber auch das Glueck, dass uns einer entgegen kam. Es ist schwer die Groesse unter Wasser zu schaetzen und ich moechte mich jetzt nicht in astonomisch anmutende Spekulationen verstricken, aber fuer mich war er echt gross. Die Haie waren recht scheu, so dass wir versucht haben uns ganz dicht ueber dem Grund zu halten und sie zu verfolgen. So haben wir sie zumindest eine Minute ruhig beobachten koennen. Super! Der ganze Tauchgang hat eine Stunde gedauert, also man konnte alles richtig geniessen. Mehr! Und zwar morgen...
P.S. Ich war gestern sogar noch richtig (?) sportlich; hab am Strand Cricket gespielt und war zugegebenermassen echt platt danach. In der Hitze in Scarborough umherzugehen ist eine Sache, aber sich noch koerperlich dabei zu bewegen ist nochmal was anderes. Zumal es gestern mittag heftig geregnet hat und die Luftfeuchtigkeit wieder bei ca. 95% lag.
21. Sept 2001, Freitag
Die Haelfte der Patienten, die heute fuer eine OP geplant waren sind wieder nicht gekommen. Genauso wie unsere Dr. Morgan. So konnte ich mich wieder als Hakenhalter und Zunaeher bewaehren. War den ganzen Tag mit dem Ami am Tisch und der hat gut erklaert. Ich habe das Gefuehl bald viel ueber Beschneidungen zu wissen. Wer weiss wofuers mal gut ist. In der HNO wird mir das wohl eher weniger helfen - andere Baustelle.
Dann war ein grauenhaft langweiliges Meeting der Aerzte des Krankenhauses. Normalerweise sind das faecheruebergreifende Fortbildungsveranstaltungen, da hier nachts und am WE ein Doc fuer alle Fachgebiete zustaendig ist. So muss der Chirurg genauso einen Herzinfarkt und eine schwierige Geburt managen koennen. Hoerte sich also interessant an, aber es ging nur um Verwaltungskram und Gehaelter. Na super...
Hab um 13 Uhr die Fliege gemacht.
Heute ist wieder gutes Wetter - also gehts ab ins Meer. Fuer morgen ist schon das Tauchen klargemacht. Was soll da noch schiefgehen?
20. Sept 2001, Donnerstag
Heute in der Ambulanten Klinik viele skurrile Leute gesehen. Eine aeltere Dame, die sich seit 3 Jahren mit den Haenden die Augenlider hochhalten muss, damit sie sehen kann. Stoert sie aber nicht weiter, war auch nicht der Grund ihres Besuchs. Seltsam sind auch die baptistischen Frauen. Versteht mich nicht falsch - nichts gegen Baptisten anundfuersich. Aber die schauen einen oefters recht eindringlich an, als wuerden sie irgendwas an einem sehen. Einige haben kleine Buendel von Aesten als Gluecksbringer dabei. Keiner konnte mir aber sagen, was die genau sollen. Und fragen solle man Baptisten nach ihren Zeremonien etc auch nicht. Na gut. Ich steh eh nicht so auf Voodoo.
19. Sept 2001, Mittwoch
Es sage noch mal einer chirugische Visiten sind per se kurz. 2 Stunden fuer 7 (in Worten "sieben") Patienten. Bedsite-Teaching mal live. Prima, so macht eine Famulatur Spass. Habe gestern noch eine Patientin bekommen, die ich fuer heute aufgearbeitet habe (internistisches Polytrauma) und es nimmt sich tatsaechlich jemand Zeit alles in Ruhe zu besprechen. Kann mich mal jedand zwicken, bitte...
Allerdings muss ich gestehen, dass sich bei der Aufnahme eines Patienten meine sprachlichen Grenzen zeigen. Ich verstehe zwar fast alles, dies jedoch vernuenftig aufzuschreiben und noch vorzutragen...naja. Schier verzweifeln kann man an den unzaehligen Ankuerzungen aller medizinischen Begriffe. Dabei bedient man sich hier auch noch aus dem amerikanischen und britischen Gesundheitssystem...grrr.
Heute hat es die staerksten Regenfaelle gegeben, seit ich hier bin. Den ganzen Tag ist der Himmel bedeckt und ab und zu kommen wahrlich sintflutartige Regenguesse herab, so dass wir uns im Krankenhaus fast anbruellen mussten, um gegen das Prasseln des Regens auf das Blechdach anzukommen. Jetzt hoffe ich nur trocken nach hause zu kommen...und ein Bad im Meer spar ich mit heute vielleicht. Obwohl - wenn ich eh schon nass bin.
18. Sept 2001, Dientag
Dienstag ist ja wieder OP-Tag und der beginnt wieder einmal mit einer froehlichen Circumcision (Bescheidung) zum warm werden.
Da der House Officer Mrs. Morgan nach Ihrem Unfall am Donnerstag immer noch nicht zur Arbeit erscheint (nebenbei: sie hat keinerlei Verletzungen o.ae., zum Glueck), kann ich mich als Assistenz im OP austoben. Die Zeit geht schnell vorbei und Dr. Schreiber ist in Erklaerlaune und laesst mich den einen oder anderen Handgriff/Naht/etc machen. Bei der Galle heisst dann aber doch Haken halten...ich freu mich schon auf's PJ!
Nachmittags mache einen 2-Stunden-Spaziergang durch Scarborough. Ein wirklich schoenes Staedtchen mit allem was man brucht und dennoch klein. Am Hafen gibt es unzaehlige kleine Bretterbuden die Geschaefte beherbergen. Viele sind auf Touristen ausgerichtet, die hier mit planbarer Regelmaessigkeit ein Rudeln eintreffen; Scarborough steht auf der Route vieler Kreuzfahrtschiffe. Da werden selbst kopierte Kassetten mit mehr oder weniger typisch karibischer Musik angeboten, unmaengen an Erfrischungsgetraenken wechseln den Besitzer und Taxen werben hupend um Gaeste. Insbesondere jene Teuren Taxen, auf die ich am ersten Wochenende selbst hereingefallen bin...
Ich wollte nach Crown Point um diese unsaegliche Glasbodenboot-Tour zu machen. Die Fahrt dauert etwa 20 Minuten, grossteils ueber Landstrasse, also mit ca. 100km/h (nur damit man sich ein Bild von der Entfernung machen kann). Der Taxifahrer wollte 50 TT$ also etwa 17 DM haben. Fuer deutsche Verhaeltnisse ein durchaus guter Preis, den ich dann auch bezahlt habe. Wucher jedoch fuer hiesige Verhaeltnisse! Ich bin an ein Privat-Taxi geraten, was nicht heisst, dass der Fahrer keine Konzession hat, sondern, dass man das ganze Taxi fuer eine Fahrt mietet. Usus ist hier jedoch, dass der Fahrer unterwegs Fahrgaest zusteigen laesst und seine Tour ein wenig flexibel gestaltet. Diese Taxen fahren auch meist vollbesetzt, kosten dafuer nur 5 TT$ fuer meine Strecke nach Crown Point. Gnadenloser Preis, gell? Selbst die ueber einstuendige Fahrt nach Speyside im aessersten Osten der Insel kostet nur 15 TT$, also 5 DM.
17. Sept 2001, Montag
Langsam ist es schon echt aberwitzig! Heute kam niemand (!) vor 9:15. Keine Tagdienst-Schwester, kein Doc - niemand. Hab mich also 1 1/2 Stunden mit der Nachschwester unterhalten, die von zwei Kolleginnen diese Nacht versetzt worden ist; kamen einfach nicht zum Dienst.
Sonst war der Tag O.K., aber ohne grosse Highlights. Werde jetzt versuchen noch Karten fuer Mittwoch (USA - Frankreich) zu bekommen. Ach so - hab ich schon gesagt, dass hier momentan Fussball U-17 WM ist? DAS Ereigniss, fast gleichbedeutend mit den Ereignissen in N.Y. Wirklich. Entsprechend glaub ich nicht, noch Karten zu bekommen. Werd meine hollaendischen Nachbarn mal fragen, ob die gestern noch Karten vor dem Stadion bekommen haben. Egal...
Am Wochenende war im Krankenhaus wohl ziemlich viel los, aber heute sind alle "interessanten" Patienten schon nach Trinidad verlegt worden. Dennoch werd ich meine Telefonnummer nicht angeben, auch wenn Dr. Schreiber das so angedeutet hat. Hab eh bislang immer vergessen zu fragen wie meine Nummer eigentlich lautet...
16. Sept 2001, Sonntag
Mist, schon wieder um 7 Uhr aufstehen. Und das am Sonntag. grummelgrummel.....
Aber alnge nicht mehr hat es sich so gelohnt frueh aufzustehen. War um 9 Uhr wieder zum Tauchen verabredet und diesmal ging es auch wieder in die Mount Irvine Bay zum Wrack der "Maverick", einer 1997 in dieser Bucht versenktem ehem. Faehre von ca. 100m Laenge. Sie wurde "tauchgerecht" aufgearbeitet, d.h. es wurden alle Fenster entfernt damit man sich frei bewegen und vor allem nicht verletzten kann. Nach 4 Jahren hat sich ein duenner Korallenbesatz auf dem Schiff breit gemacht. Leider war die Sicht relativ schlecht (wie ich erfahren habe liegt es an den starken Regenfaellen in Suedamerika und den Wassermassen die der Orinoko in Richtung Trinidad & Tobago treibt.), aber gerade dies hat dem Tauchgang ein ganz besondere Atmosphaere gegeben. An dem Seil einer Markierungsboje gleitet man langsam auf etwa 25m Tiefe hinunter und sieht, wie ganz langsam die "Marverick" auftaucht. Man schwebt ueber de Bruecke einfach hinaus aufs Vorschiff und dann ueber den Schornstein langsam ans Heck des Schiffes. Wahnsinn! Fand ich zumindest. Dann gings ins Schiff, auf die Bruecke, an der Toilette vorbei (muss man mal gesehen haben *g*) und Richtung Maschinenraum, der nocheinmal eine Etage tiefer lag (30m) und sehr dunkel und eng war. Der Tauchgang dauerte 37 Minuten und die war diesmal mit dem Tauchfuehrer allein, da Andreas aus Berlin sich nach 10m Anstieg unwohl gefuehlt hat und den Tauchgang angebrochen hat. So vernuenftig ist der mir Samstag gar nicht vorgekommen - wie man sich taeuschen kann.
Richtig uebel war allerdings das Wetter auf der Hinfahrt. es fing ploetzlich dermassen an zu regnen, dass wir keine 10m Sicht mehr hatten und auf dem Meer anhielten, da diese grossen Regentropfen echt weh taten. Nicht nur mir! So kamen wir durchgefroren am Tauchplatz an und haben uns auf schoen warmes Wasser gefreut.
15. Sept 2001, Samstag
Ja tach erst mal.
Also heute hab ich das Beste gemacht, seit ich auf T'go bin: Ich war heute das erste mal tauchen. und zwar an der Mt. Irvine Wall, welche die suedliche Wand eines kleineren Riffs vor Mt. Irvine darstellt. Ein kleiner Schreck war, als ich merkte, dass die Tauchbasis fuer die ich mich entschieden habe, deutschsprachige Angestellte hat. 5 Minuten spaeter kam dann auch das, was ich auf gar keinen Falls wollte: Ein All-Inklusive-Tourist der uebelsten Sorte, mit Armband vom Hotel und kaum in der Lage sich auf Englisch zu verstaendigen. Er heisst Andreas und kommt aus Berlin - seine Frau laest er am liebsten lesend im Hotel zurueck. Jedem das seine.
Dennoch war der Tauchgang ein Erlebnis! Trotz relativ schlechter Sicht war es faszinierend an einer etwa 15 hohen Korallenwand entlang zu tauchen und Seeschlangen und vieles mehr zu beobachten. (Die Sicht ist nicht wirklich ein Problem, da ich ja unter Wasser eh keine Brille habe ;-)). Morgen frueh um 9 Uhr ist mein naechster Tauchgang!!!
Die Konkurrenz unter den hiesigen Tauchschulen ist enorm, insbesondere wohl seit die Condor seit diesem Jahr keine Direktfluege von Frankfurt mehr anbietet. Das spiegelt sich wohl doch mehr als erwartet in den Besucherzahlen wieder. Mir solls recht sein, so waren wir heute zu dritt unterwegs und morgen wohl auch. Dieser Andreas war wohl auch schon der oefteren mit dem Tauchfuehrer alleine unterwegs. Dieser Tauchfuehrer ist uebrigends sehr vertrauensseelig. Bezahlen soll ich erst am Ende meines Urlaubs, wenn feststeht wieviele Tauchgaenge ich gemacht habe und sich daraus ein ermaessigter Preis ergibt. Klar will der seine Kunden binden, aber die Angabe meiner Adresse usw. wurde nicht ueberprueft. Aber ich natuerlich ehrlich...
Was meine Famulatur angeht ist ja schon Halbzeit...die Zeit vergeht hier echt im Fluge. Die letzten Tage war ich nicht vor 17:30 h zu hause und um halb sieben wirds auch schon dunkel. Da bleibt nur noch Zeit fuer ein kurzes Bad. Ausserdem macht mich die Hitze echt muede und gegen 21 h bin ich (meistens) reif fuer die Kiste.
14. Sept 2001, Freitag
Freitag = OP-Tag fuer die Chirurgie. Je nach Bedarf kommt alle 2-3 Wochen ein Orthopaede/Unfallchirurg, was dort EIN Facharzt ist, aus Trinidad in Haus und operiert mit den hiesigen Aerzten. Heute z.b. viele Materialentfernungen, eine Keller-OP fuer schiefe Zehen und eine komplette Unterarmfraktur von vor 2 Wochen. Nebenbei: fuer eine einfache Plattenosteosznthese dieser Fraktur wurden fast 2 1/2 Stunden benoetigt. Gruende: Der (einzige) Bohrer ist demassen stumpf, die Akkus der Bohrmaschine halten nur je 5 Minuten und das Bohrfutter des Handbohrers ist ausgelutscht. Fragen?
Der Doc war ein wenig bekloppt, aber am Montag dazu vielleicht mehr, das Cafe schliesst jetzt.
13. Sept 2001, Donnerstag
Also...heute ist (wie jeden Donnerstag) ab 8 Uhr Outpatient-Clinic, die ambulante Sprechstunde fuer neue Patienten und Nachsorge der Alten. Das um 8 h keiner da war, brauch ich wohl nicht zu erwaehnen. Ausser dem doofen Studenten, der schon um 7:45 h da ist, weil er ja in die Stadt mitgenommen wird. Bin also der Erste und ueber 100 erwartungsvolle Augen starren einen an und denken, dass es jetzt schon los geht. Geht es aber bis 8:40 nicht, da kommt der erste Doc. Der Ami hilft, wie sich spaeter herausstellte just zu der Zeit der verunfallten Aerztin, so dass diese erst nach 10 auftauchen und "Sie" gleich wieder weg ist. Dementsprechend ging die Behandlung, insbesondere der bekannten Patienten, sagen wir, recht fix. Da wird halt auf dem Flur der Verband der Leistenhernie von vor 4 Tagen abgerissen und der Patient mit den Worten "Alles O.K., kommen Sie nicht wieder." aus der weiteren ambulanten Behandlung entlassen.
Dennoch ein recht interessanter Tag, wenn auch ohne das grosse Highlight. Aber hier kriegt man wenigstens vernuenftig Untersuchungstechniken beigebracht, mit denen man auch ohne grosse apparative Diagnostik weiter kommt. Und dabei sind die Patienten ueberaus geduldig und verstaendnissvoll, auch wenn sie zweimal hintereinander gleich untersucht werden. Vielleicht liegt das auch ein wenig daran, dass mich die Aerzt immer also "doctor from Germany" vorstellen. Selbst wenn ich ihnen dann sage, dass ich nicht wirklich ein Arzt bin rufen die einem dennoch ein nettes "thanks doctor" nach.
Heute nachmittag fand noch eine Revision eines Mega-Abszesses statt, in den man fast hereinkrabbeln konnte. Deren gibt es unheimlich viele hier, oftmals infizierte Mosquito-Stiche. Z.Zt. habe ich selber ca 30 - also Stiche, nicht Abszesse. Hm....
Hab mir nach der OP mal den OP-Saal naeher angesehen. Bis auf wenige Ausnahmen sind alle Nahtmaterialien in ihrem Haltbarkeitsdatum abgeaufen. Sie sind eine Spende aus den USA. Ebenso viele venoese Zugaenge, die hier sehr sparsam verwendet werden. In der Regel werden herkoemmliche Kanuelen als Verweilkanuele verwendet. Sauberes Pflaster um die Einstichstelle zu schuetzen gibt es auch nicht. So gibt auch hier viele "nosokomiale" Infekte.
Mit solchen "Kleinigkeiten" koennte ich Seiten fuellen, wuerde aber doch ein wenig langweilig. Ich bin dennoch sehr von den Umstaenden hier beeindruckt und gleichzeitig begeistert wieviel die Docs hier daraus machen...
Exkurs: So gut mir das Essen hier schmeckt, auch wenn es oft sehr kalorienreich und fettig ist, an die Getraenke werde ich mich wohl nicht so ganz gewoehnen. Sauerampfer-Limonade (uebrigends von Coca-Cola), Bananenlimonade und ein Zeug, dass die ekeliger Hustensaft schmeckt...das alles ist dermassen suess - unglaublich. Das Zeug klebt einem dermassen den Mund zu, puh. Saefte ohne Zuckerzusazt sind dafuer echt teuer und selten.
12. Sept 2001, Mittwoch
The Day After
Thema des Tages: Klar, oder? Spekulationen ueber Spekulationen. Entsezten weit und breit. Der Ami (der heisst eigentlich Dr. Robert Schreiber und war, nachdem er sich mir vorgestellt hatte, sehr darauf bedacht, mir schnellstens zu erklaeren, dass er nicht deutscher Abstammung sei und auch gar kein Deutsch spreche. Hm, ist ja gut - hatte ja auch keiner erwartet...), der Ami jedenfalls trug einen Trauerflor und sonst auch Schwarz. Seine Familie wohnt in NY, Ihr geht es aber wohl gut. Im OP, auf Station, ueberall lief CNN's Liveberichterstattung.
Ansonsten ein absoluter Durchhaenger dieser Tag. Nicht viel zu tun, dennoch lange im KH gewesen; halt alles sehr zaeh und langsam. Und gleich muss ich noch waschen. Na super.
Ach ja - ein Highlight gab es: das Mittagessen. Reis mit Rosinen und Speck, Haehnchen in BBQ-Sauce plus irgendeine Fruchtsauce, viel Salat und ein paar Fruechte, die ich beim besten willen nicht kannte und deren Rechtschreibung mir auch verborgen bleibt. Auf eine entsprechende Lautschrift moechte ich auch verzichten, koennt zu peinlich werden.
11. Sept 2001, Dienstag
Was soll ich zu diesem Tag schreiben. Das Ereignis des Tages kennt wohl jeder und es war nun wirklich DAS Alles ueberschattende Ereignis...
Ich hab es im OP um ca 9:30 gehoert. Von da an ueberschlugen sich ja bekanntlich die Ereignisse und die Narkoseaerztin lief unaufhoerlich zwischen dem OP-Saal und dem TV im Aufenthaltsraum hin und her. Was alle anfangs fuer einen - sicherlich auch schrecklichen - Unfall hielten entwickelte sich zu dem als was es sich heute darstellt. Ein Stoff fuer einen mittelmaessigen James-Bond-Film vielleicht, oder die Ausgeburt eines Nachwuchs Sci-Fi-Schriftsteller fuer das Jahr 2030...diesmal nicht. Ich habe nie etwas derartig surreales wie an diesem Morgen erlebt. Die Stichworte "767", "Crash", "Attack on Amerika", "World Trade Center", "Collaps", "Pentagon", "Terrorists" flogen in meinem Kopf herum. Schliesslich SAH ich auch um 11 die Bilder auf CNN. Dennoch brauchte es bis zum abend bis dieses Ereignis sich den Weg in mein volles Bewustsein erkaempft hat. Es dauerte bis ich auf Deutsche Welle TV die original Berichterstattung der ARD gesehen habe. Spaeter fiel mir auf, dass ich die bunten Live-Bilder von CNN, CBS und Co. einfach nicht ertragen konnte. Wer schon mal in den zweifelhaften Genuss amerikanischer Live-Berichterstattung gekommen ist, weiss was ich meine. Unvorstellbar. Seien wir froh ueber unsere ARD ;-)
Sonst gibt es auch wirklich gar nichts, was ueber diesen Tag berichtenswert waere...
10. Sept 2001, Montag
Die Woche faengt chaotisch an.
Da ich imer um ca. 7:45 an der Klinik hin (meine Gastgeberin faehrt mich immer noch hoch) warte ich bis der erste Doc auftaucht. Dass das nicht um 8 Uhr sein wird hab ich ja schon gelernt. Aber um 8:30 ist grosser Visite mit dem Ami und das Wochenende will nun auch aufgearbeitet werden. Also lese ich was in den Akten der Neuaufnahmen herum schaue mir die Maennerstation an - irgenwas fehlt - auch ja, die Patienten. Die sind uebers Wochenende auf die Frauenstation verlegt worden; spontane Streichaktion. Sieht auch ganz passablen aus. Um 8:30 taucht der Ami auf und ist einigermassen angepisst, dass sich keiner der Docs findet. Also plaudern bis um 9 Uhr im OP-Aufenthaltsraum. Zurueck auf Station - keiner Weit und Breit. 9:15 taucht eine Aerztin auf, sichtlich nicht abgehatzt. Visite, erster Patient. Verband ist schon gewechselt dank einer uebereifrigen Schwester. Dumm gelaufen, denn es gibt jetzt kein sauberes Verbandszeug mehr, also wird keiner der Aerzte die Wunde sehen. Da platzt dem Ami entgueltig der Kragen und er verlaesst wild fluchend die Station. Und die anderen: Keiner versteht, was ihn denn da jetzt gestoert hat. Ich falle auch ein wenig vom Glauben ab... zwei Stunden spaeter gibts schriftlich abmahnungen fuer alle, inkl. Schwestern. Es hat 2 Stunden gedauert, weil kein funktionierender Drucker oder Kopierer zu finden war. *g*
Hab heute also wegen schlechter Laune aller Beteiligten nich wirklich viel gelernt. egal, das scheint hier so die Regel zu sein: ein guter Tag, ein langweiliger...morgen werden aber wieder die Messer gewetzt... wenn es bis dahin Sauerstoff gibt, und wer weiss das schon?
9. Sept 2001, Sonntag
Hab mich heute auf den Weg nach Crownpoint gemacht. Das sind etwa 20 min. Taxifahrt Richtung Westen. Wollte eigentlich von dort zu Fuss nach Pigeon Point machen (3 km), aber dat war mich echt zu heiss. Also hab mich dazu entschlossen ein Glasbodenboot-Tour mitzumachen. Kostet "nur" 18 DM fuer 2 1/2 Stunden unterwegs. Klingt O.K. Und war auch ganz schoen. Erster Stopp war an den Gardens Of Eden, wo man (lt. Bootsfuehrer) mindestens 5 Jahre juenger wird. Hmm...20 ist ja noch O.K. 10 Jahre Haette ich mit nicht gefallen lassen; noch mal dieser Pubertaetskram - neee.
Zweiter Stopp - Schnorcheln am Bucco Reef. Klingt schoen, war auch schoen aber wenn ich gewusst haette, dass da jeden Tag Dutzende von Leuten AUF dem Riff herumlaufen und zig Boot AUF dem Riff ankern, haette ich mir diese Tour echt verkniffen! Obwohl Umweltschutz auf T'go angeblich gross geschrieben wird...?
Dritter Stopp war bei einer Untiefe ca. 1 km von Land entfernt. Dort konnte man in max. huefthohem Wasser herumplantschen. Schoen! Aber wie gestern schon erwaehnt ist gegen ein wenig Brandung echt nix einzuwenden! Das Wasser hier war wirklich so (piss)warm, dass es ausserhalb kuehler war. Na super!
War dennoch ein schoener Tag, zurueck in Crown Point bin ich doch noch mach Pigeon Point gelaufen. Dann viel mir auf, dass die 40 min. Schorcheln Ihre Spuren hinterlassen hatten. Mein Ruecken und meine Beine sind sichtlich verbrannt, die Grenze wie mit dem Lineal gezogen. Autsch! Selber schuld.
8. Sept 2001, Samstag
Heute war ein megafauler Tag angesagt. Hab ein wenig am "Hausstrand" herumgehangen und sons...faellt mir echt nix ein. Der besagte Strand ist aber ganz schuckelig: etwa 150 m Sandstrand mi Palmen und allem was dazugehoert. Und mit ein wenig Brandung. So ist das Wasser wenigstens erfrischend kuehl.
7. Sept 2001, Freitag
Heute, wie jeden Freitag, ist wieder OP-Tag. Allerdings heute nur sehr eingeschraenkt, da die Anaesthesie alle Nakosen angesagt hat. Es gibt hier z.Zt. keinen Sauerstoff! Das Schiff ist letzte Nacht nicht angekommen, also werden die Leute wieder nach hause geschickt. Sowieso sind hier viele Dinge knapp. Z.b. gibt es momentan keine Untersuchungs-Handschuhe, nur die wesentlich teueren sterilen. Auch Antibiotika muessen immer nach Ihrer Verfuegbarkeit angeordnet werden. Ein OP-Mikroskop steht in der Ecke des einem OPs. Seit Ewigkeiten nicht mehr gebraucht. Urspruenglich wurde es mal als Schenkung empfangen, aber nachdem ein Ersatzteil zu teuer ist, bleibt es halt ungentzt.
Thema Handy: Die Dinger sind hier sehr verbreitet und nachdem es im Krankenhaus keine Pipser o.ae. gibt, werden die Docs halt angerufen, wenn was auf Station ist. Oder halt nur mal so. Da wird erbarmunglos telefoniert; bei Visite, in der Strechstunde und auch am OP-Tisch. Jede deutsche OP-Schwester haette einen laengst gevierteilt und in Formalin eingelegt heraus befoerdert.
Dies ist, so mein Eindruck nach einer Woche typisch fuer T'go: einerseits doch einiges an techischem Schnickschnack und Verspieltheit, aber an den Basics mangelt es doch oefters mangels Infrastruktur und, noch oefter, wegen karibischer Gelassenheit (LMAA).
6. Sept 2001, Donnerstag
Heute war der Tag der ambulanten Patienten. Und der war wiederum richtig interessant. Der Ami (Dr. Schreiber aus NY, wohnt uebrigens mit Frau und Affe auf einem Segelboot in Speyside. Jetzt will seine Frau noch eine Katze. Er hasst Katzen, aber egal. Dabei ist mir dann so herausgerutsch, wie es denn mal mit einem richtigen Kind sei, statt dem ganzen Viechzeug. Man hat der bloed geguckt, aber was soll den sonst dahinterstecken, wenn eine Frau immer mehr suesse Tiere will. Ich sach nur: Die Uhr tickt!)...jedenfalls der Ami hat eine Menge erklaert und ich hab viel gesehen. Teilweise Dinge, deren Namen ich noch nicht mal gehoert habe. Verwundert hat mich, dass die Chirurgen Brustkrbes behandeln. Und Prostatkrebs. Der hat echt gelacht, als ich Ihm erklaerte, dass das in Deutschland Gynnis bzw Urologen machen. Tja auch der Ami an sich lernt dazu.
Dafuer kann der keinen Ultraschall...grausam, hae!
Habe von 15-17 Uhr einer Brustkrebsselbsthilfegruppe beigesessen, die vom Krankenhaus organisiert wird. War also erst gegen 18h zu hause, und echt kaputt. Gegen 18.30 wird es hier schon dunkel, also heute kein Strand. Mist! Dennoch ein guter Tag.
5. Sept 2001, Mittwoch
Also ich werd da ja net so ganz schlau. Heute war der absolute Nix-Tu-Tag. Fast schon quaelend. Hilfe! Ab mich versucht mit den ganzen Abkuerzungen hier vertraut zu machen; die kuerzen echt alles ab - zum kotzen! Dafuer hat Klein-Carsten jede Menge nachzuschlagen. Bin sonst nicht in der Lage eine Krankenakte zu lesen. Naja - aber da war auch meine einzige Beschaeftigung heute, um 15 h nach hause. BADEN! 2 Stunden. Sehe zwar aus wie Schrumpfmensch, aber egal!
Hab jetzt Mosquito-Spiralen (nee, kein Verhuetungsmittel fuer Stechmuecken!) ausprobiert. Riecht wie altes Raeuchermaennchen, ist aber wohl ganz gut. Mein erster Tag ohne neuen Stich! YES!
4. Sept 2001, Dienstag
Heute war OP-Tag; recht abenteuerlich aber Chef (der Ami) will wohl ernst machen. Er hat mir doch glatt die Bibliothek gezeigt und erwartet jetzt auch noch, dass ich mich ueber die Patienten belese! Wo sind wird denn - auch ja ;-)
Aber ehrlich, mir gefaellts ganz gut so, so mit Lerneffekt.
Es ist jetzt 16:30 h und ich werde mich auf meinen alltaeglichen Heimweg machen: 40-45 Minuten in langer Hose und Hemd durch die Sonne, und das zu Fuss. Puh. Dafuer springe ich dann ins Meer und kuehle mich den Rets des Tages ab. Gefaellt mir! So ungefaehr hab ich mir das vorgestellt. Neid?
Werde mich Wohl alle zwei Tage melden, Wochenende ist das Cafe hier zu, also Tote Hose.
3. Sept 2001, Montag
Also Ann (meine Gastgeberin) faehrt mich sogar bis zum Krankenhaus hoch, obwohl sie mich ja eingendlich in der Stadt herauslassen wollte. Dann gehts noch 15 min. den Berg hinauf. Also ich da bin, merke ich, dass es keinen Treffpunkt oder eine Zeit gab. auch hatte ich keinen Ansprechpartner und keine Station zugewiesen bekommen. Waehrend des Druchfragens entscheide ich mich spontan fuer Chirurgie und finde dann auch die Station. Ich hab ja gelesen, dass das ganze Krankenhaus nur 30 Betten habe, was nicht stimmt. Es gibt ca. 30 in Chirurgie und Innere, sowie 30 fuer Kinderheilkunde und Gyn.
Das ganze Haus macht einen fuer europaeische Verhaeltnisse recht unsauberen Eindruck. Es gibt halt nur Raeume in denen ca. 15 Patienten liegen, durch Stoffvorhaenge getrennt. Beim Verbangswechsel wird aber dafuer penibel darauf geachtet, dass keine Fliegen und anderes Getier in der Wunde landet. Klimaanlage - Fehlanzeige, die gibts aber dafuer im OP, wo zweimal die Woche opereiert wird. Die OP-Tuere ist wiederum ein Vorhang, der Rest dafuer sauber und steril.
Consultant, also etwa Oberarzt, ist ein Ami, der auf der Suche nach einem richtigen Entwicklungland hier gelandet ist. Er ist seit Januar hier und versucht den ganzen Betrieb ein wenig am laufen zu halten. Er ist morgens auch nur 20 Minuten zu spaet. Die Stationsaerztin ist fast eine Stunde zu spaet dran. Also Ausgleich wird die Visite halt noch was nach hinten verschoben und erst mal langsam gemacht. O.K.
Die Aerztin und die Schwestern sind nicht unfreundlich, aber nett muss man ja dann auch nicht mehr sein. Ich denke, sie sind eher von auslaendichen Studenten an sich genervt, denn die gibts hier wohl alle naselang. Aber ist schon O.K. War ja erst der erste Tag. Viel zu tun gibts nicht, da heute nicht operiert wurde und die Frauenseite der Station fast leer ist. Nach dem Verbinden von Stinke-Beinen gehts also um 13.30 h schon nach hause. Auch kein Problem.;-)
2. Sept 2001
STRAND! Geil! Ansonsten noch mal in Scarborough gewesen und ein Internet-Cafe gesucht und gefunden. Also morgen nach dem Krankenhaus ab dahin und Mails checken.....
Langsam komme ich auch mit dem Klima klar. Einzig nervig sind sie Mosquitos. Die lassen sich von meinem Autan kaum bis gar nicht beeindrucken. Mist, aber ich werde wenigstens nachts nicht geaergert, dank meinen Mosquitonetzes.
Meine Gastgeberin ist echt ganz nett. Sie will mich morgens frueh mit in die Stadt nehmen, da der Pfad zum Krankenhaus durch den Regen unpassierbar ist. Sie ist Grundschullehrerin und sieht genau so aus, wie man sich eine gemuetliche Lehrerin so vorstellt.
1. Sept 2001
Wache auf und bin dermassen von der Rolle, also nee. Die 6 Stunden Zeitverschiebung verlangen mein Aesserstes ;-)
Hab mal einen netten Spaziergang in die Stadt gemacht und kriege (fast) keine Luft. Die Regenfaelle der vergangenen Tage und dieser Nacht haben ein echtes Treibhausklima gamacht. Ich muss echt tief Luft holen. Geld tauschen kann ich natuerlich am Samstag nicht. Dementsprechend fallen meine einkaeufe auch recht duerftig aus. Aber ich hab nichts gegen Weissbrot und Kaese. Auch nicht 3x am Tag.
Also ich hab eingendlich den ganzen Tag nur gegammelt. Gibt also nichts zu berichten
31. Aug 2001
02:35 Tapfer, gell: mitten in der Nacht, noch immer in Kölle un schon der erste Eintrag... und tschüss. Schnell nach Düsseldoof und ab durch die Mitte!!
Heute morgen (6.55 h ) geht's endlich los! Dabei zeigt sich schon der erste Pferdefuss an der Sache - will ich nicht in London in Rekordzeit von einem Flughafen zum anderen hetzen, so bleibt mir leider nur die Option von Düsseldorf zu fliegen. Schweren Herzens werde ich mich also mitten in der Nacht nach D. aufmachen...
7.20 h Landung in London Heathrow - Rumlungern, die Erste
12.15 h Abflug nach Port Of Spain, Trinidad Waehrend des Fluges sitze ich neben einer jungen Frau aus Trinidad. Man kommt so etwas ins Gespraech...bei Essen fragt sie mich nebenbei, ob "das da" gut schmecke und zeigt dabei auf ein Stueck Bon-Bel-Kaese. Also den mit dem roten Wachsueberzug, klar ne. Also ich meinte, sie solle mal probieren, bin ich davon ausgegangen, dass sie weiss, dass es Kaese ist. Hm-jedenfalls beisst sie, mitten im Gespraech, herzlich fest hinein, hinein in den Wachs und sogar ein wenig in den Kaese. Reflexartig spuckt sie das Stueck aus (gluecklicherweise gabs keinen Vordermann) und steckt den Rest in die Tasche (???). Spaeter meinete sie, sie glaubts es sei irgendwas mit Pfefferminz....*g*
17.35 h Ortszeit Landung - Rumlungern, die Zweite
20.45 h 30-Minuten-Flug nach Tobago
22.30 h bin ich endlich in meiner Unterkunft. Ziemlich schlapp, kann ich mich auch noch nicht recht ueber den Einrichtungstil freuen. Ich falls schnell ins Bett und werde einfach nur pennen. Dabei ist heute Independence day und alle feiern. Bei unserer Fahrt durch Scarborough sind uns hunderte von Leuten entgegen gekommen und gefallen. Ich wohne in einem Vorort, in Bacolet. Ist sehr ruhig und nur 20-25 Fusminuten von der Stadt entfernt.
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